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Blut und Blutwerte

„Blut ist ein ganz besond’rer Saft…“ heißt es schon in Goethes Faust. Und nicht ohne Grund wird bei vielen Krankheiten oder Verdachtsfällen auch eine Untersuchung des Lebenssaftes angeordnet. Je nach Art der Untersuchung werden die einzelnen Bestandteile dabei ganz besonders kritisch unter die Lupe bzw. das Mikroskop genommen. Die Bärenapotheke erklärt, was die Untersuchung des Blutes zeigen kann.

Etwa fünf bis sechs Liter Blut pumpt das Herz rund um die Uhr durch den Blutkreislauf. Dabei versorgt das Blut die Organe auf dem Hinweg mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen, auf dem Rückweg nimmt es die Abfallprodukte mit und führt sie den zuständigen „Entsorgungs-Fabriken“ wie Leber und Nieren zu. Neben den Nährstoffen werden auch Hormone mittransportiert.

Das Blut besteht im Wesentlichen aus drei verschiedenen Zelltypen, nämlich den roten Blutkörperchen (Erythrozyten), den weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und den Blutplättchen (Thrombozyten), die zusammen die festen Bestandteile bilden, sowie der Blutflüssigkeit (Serum). Dieses wiederum enthält Glukose, Elektrolyte, Cholesterin und Harnstoffe. Jeder der Bestandteile erfüllt seine eigenen Aufgaben. So binden die roten Blutkörperchen den Sauerstoff und das Kohlendioxid, die Leukozyten sind Bestandteil der Immunabwehr, die Thrombozyten helfen bei der Blutgerinnung.

Bei der Untersuchung des Blutes wird ein kleines oder großes Blutbild erstellt

Bei der Blutuntersuchung werden zunächst die Bestandteile einzeln, aber auch im Verhältnis zueinander überprüft. Ein weiteres Augenmerk gilt den mittransportierten Stoffen. Das Ergebnis der Untersuchung ist je nach Anforderung des Arztes ein kleines oder großes Blutbild, bei dem die einzelnen Blutwerte in Form einer Tabelle dargestellt werden. Abweichungen von als normal betrachteten Werten, den sogenannten Referenzwerten, werden entsprechend markiert. Im Gesamtzusammenhang gesehen lassen sich daraus dann wichtige Erkenntnisse im Hinblick auf die Gesundheit oder bestimmte Erkrankungen ableiten.

Solche Abweichungen können ein Zuviel (Wortanhängsel „…-ose“) oder Zuwenig (Wortanhängsel „…-penie“) bestimmter Bestandteile sein. So deutet eine erhöhte Leukozytenzahl (Leukozytose) auf eine Entzündung hin, ein Mangel an roten Blutkörperchen (Erythozytopenie) auf eine Anämie (im Volksmund auch fälschlich als „Blutarmut“ bezeichnet).

Ebenfalls wichtig bei einer Untersuchung sind beispielsweise die Cholesterin-Werte, die Eisenwerte und die Glukosewerte. Auch der Harnsäurewert kann je nach Patient bedeutsam sein.

Wenn Sie Fragen haben zu den „Normalwerten“ der Bestandteile oder zu den Ergebnissen einer Untersuchung Ihres Blutes, helfen wir in der Bärenapotheke Ihnen gerne weiter. Wir geben Ihnen auch gerne Tipps für eine gesunde Lebensweise und geeignete Präparate, mit denen sich viele Blutwerte oft wieder normalisieren lassen.

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