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Cholesterin

Cholesterin hat im Allgemeinen einen schlechten Ruf und gilt als Risikofaktor für viele Erkrankungen, unter anderem für koronare Erkrankungen wie Herzinfarkte. Im Rahmen einer gesunden Ernährung soll deshalb auch darauf geachtet werden, nicht zu viel Cholesterin aufzunehmen und die Cholesterin-Werte zu überwachen. Zusätzlich können Medikamente helfen, den Cholesterin-Spiegel zu senken.

Der schlechte Ruf von Cholesterin kommt nicht von ungefähr. Er wurde lange Zeit in den Medien transportiert und auch in medizinischen Kreisen aufgegriffen. Inzwischen wurden aber viele neue Erkenntnisse gewonnen.

Wenig bekannte Fakten über Cholesterin

Cholesterin wird zumeist in Verbindung gebracht mit tierischen Fetten aus der Ernährung. Dies ist jedoch nur teilweise richtig. Tatsächlich produziert der menschliche Körper selbst ebenfalls Cholesterol. Die Produktionsstätte ist dabei die Galle, aus deren griechischen Namen „chole“ auch die Bezeichnung „Cholesterin“ beziehungsweise genauer Cholesterol abgeleitet wurde. Es handelt sich dabei um eine Fettsubstanz, die nicht flüssig, sondern eher fest ist. Darauf deutet auch der zweite Namensbestandteil hin, der vom ebenfalls griechischen „stereos“ abgeleitet ist.

Ebenfalls wenig bekannt ist die Tatsache, dass Cholesterin nicht nur in der Galle und im Blut enthalten ist, sondern auch im Gehirn und in den Nerven. Seine Wichtigkeit bei der Stabilisierung der Zellmembranen, bei den Nervenfunktionen, bei der Produktion von Sexualhormonen lassen ahnen, dass es ganz ohne Cholesterin nicht geht.

Ein dritter, ebenfalls wenig bekannter Faktor ist, dass Cholesterol nur in relativ geringem Maße über die Ernährung aufgenommen wird.

Dennoch sollte dieser Faktor nicht unterschätzt werden, da die Ernährung einen großen Einfluss auf den Cholesterin-Spiegel hat. Wichtig ist aber dabei nicht nur, sich möglichst cholesterinarm zu ernähren, sondern gleichzeitig auch ausgewogen, das heißt auf die Aufnahme von ungesättigten Fettsäuren und Ballaststoffen sowie Obst und Gemüse zu achten. Zusätzlich kann Bewegung helfen, den Cholesterin-Spiegel zu senken.

Da hohe Cholesterin-Werte möglicherweise ein hohes Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen sowie für Schlaganfall und Krebs darstellen, sollten die Werte regelmäßig vom Arzt überprüft werden. Dabei werden sowohl die LDL- als auch die HDL-Werte gemessen und miteinander in Beziehung gesetzt. Zu beachten ist dabei, dass die Werte alters- und geschlechtsspezifisch abweichen und dass es während einer Schwangerschaft oft zu erhöhten Cholesterin-Werten kommt. Im Zweifelsfall wird der Arzt versuchen, den Cholesterin-Spiegel über Medikamente zu normalisieren.

Wir in der Bärenapotheke beraten Sie gerne bei Fragen zum Thema Cholesterin und bei der Einnahme der verordneten Medikamente, aber auch bei Fragen zu einer ausgewogenen Ernährung und zu ungesättigten Fettsäuren.