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Eisen

Wenn das Thema auf Eisen in Verbindung mit der Gesundheit kommt, wird früher oder später auch die Falschlegende vom Spinat aufgetischt. Nichtsdestotrotz kommt dem Eisen eine wichtige Bedeutung für viele Körperprozesse zu. Ein Mangel an Eisen kann sogar schwerwiegende Folgen haben. Die Bärenapotheke erklärt einige wichtige Zusammenhänge.

Die wichtigste und bekannteste Funktion, die Eisen in unserem Körper hat, betrifft den Transport und die Speicherung von Sauerstoff. Dies geschieht über das Blut, denn fast 70 Prozent des gesamten Eisenvorkommens im Körper sind an das Hämoglobin gebunden. Es ist auch verantwortlich für die rote Farbe des Blutes. Daneben hat das Eisen auch Bedeutung für verschiedene Enzymreaktionen und Stoffwechselvorgänge.

Das Blutbild gibt Aufschluss, ob ein Mangel an Eisen vorliegt

Über ein Blutbild können die Eisenwerte festgestellt werden. Dabei gilt für Frauen eine ideale Untergrenze von etwa 50 Mikrogramm pro Deziliter (μg/dl) und eine Obergrenze von 150 μg/dl. Männer dürfen eine etwas höhere Obergrenze haben, nämlich 160 μg/dl. Die Untergrenze liegt auch bei ihnen bei 50 μg/dl. Bei der empfohlenen Aufnahmemenge ist es genau umgekehrt: Bei Männern sollten es 10 mg sein, bei Frauen 15 mg.

Zu niedrige Eisenwerte im Blut sind allerdings nicht nur eine Frage der mangelhaften Zufuhr, die auch durch vegetarische oder vegane Ernährung verursacht sein kann. Eisenmangel kann ein Anzeichen für mehr oder weniger schwerwiegende Erkrankungen sein, etwa eine Entzündung, eine chronische Erkrankung wie rheumatoide Arthritis, aber auch für eine Eisenmangelanämie oder einen Tumor. Auch starker Blutverlust, sei es durch Wunden oder die Monatsblutung, führt zu einem Mangel an Eisen. Als weitere Ursachen kommen Verdauungsstörungen in Betracht, die eine schlechte Eisenaufnahme (Malabsorption) des Körpers verursachen. Auch Schwangerschaft und Stillzeit sind Ursachen für Eisenmangel, weshalb Frauen für diese Zeiten i.d.R. auch ein Eisenpräparat verschrieben bekommen.

Ein Mangel an diesem wichtigen Element macht sich bemerkbar durch sinkende Leistungsfähigkeit und Müdigkeit, Antriebsschwäche, Konzentrationsschwäche, Infektanfälligkeit und eingerissene Mundwinkel (Mundwinkelrhagaden). Auch brüchige Nägel, Haarausfall und Kälteempfindlichkeit können durch einen Eisenmangel verursacht werden.

Eisen ist, wie viele andere Elemente, essenziell, d.h. der Körper kann es nicht selbst produzieren. Deshalb muss es über die Nahrung aufgenommen werden. In der Regel reicht eine gesunde ausgewogene Ernährung aus, um den Körper mit ausreichend Eisen zu versorgen. Wenn Sie jedoch gute Eisenlieferanten suchen, dann greifen Sie zu vor allem zu Fleisch, insbesondere zu Leber, Blutwurst und Rinderschinken. Bei den pflanzlichen Eisenquellen empfehlen sich Weizenkleie, Kürbiskerne, Sesam, Quinoa, Linsen, Bohnen, Erbsen oder Leinsamen. An einem abwechslungsreichen Speiseplan muss also auch in dieser Hinsicht kein Mangel herrschen.

Wenn Sie Fragen zum Thema Eisen und Eisenzufuhr haben und, um einen Mangel auszugleichen, oder wenn Ihnen die Bedeutung der unterschiedlichen Mengenangaben bei den Blutwerten unklar ist; helfen wir in der Bärenapotheke Ihnen gerne weiter.

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