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Fieber

Wenn die Körpertemperatur stark ansteigt und Fieber auftritt, läuten bei uns alle Alarmglocken. Doch es gilt nicht nur das Fieber zu bekämpfen, sondern auch die Ursache herauszufinden. Dabei sollte man immer im Hinterkopf haben, dass eine solch stark erhöhte Temperatur immer auch eine bestimmte Funktion hat. Die Bärenapotheke erklärt die wichtigsten Zusammenhänge.

Jede Tierart hat einen bestimmten optimalen Körpertemperaturbereich. Weicht die Temperatur stark von diesen Sollwerten ab, sei es nach unten oder nach oben, geraten die Körperfunktionen durcheinander. Das gilt für Insekten, Kriechtiere, Säugetiere und auch für das Säugetier Mensch.

Die optimale Körpertemperatur beim Menschen liegt zwischen 36,3 und 37,4 ° Celsius. Sie lässt sich am besten mit einem geeichten Thermometer messen, etwa im Mund, unter den Achseln oder im Ohr. Die exaktesten Werte erhält man bei einer rektalen Messung. Ab 38° C spricht der Mediziner von Fieber, der Temperaturbereich von 37,4 bis 38° C gilt als leicht bzw. stark erhöhte Temperatur. Bei Kleinkindern sollten Sie bereits ab 38,5° C unbedingt einen Arzt aufsuchen, da die Gefahr eines Fieberkrampfes besteht. Bei Erwachsenen gilt die 40°-C-Marke als kritischer Wert. Auch wenn das Fieber 2-3 Tage und länger anhält, sollten Sie dies behandeln lassen und die Ursache abklären lassen.

Fieber hat eine wichtige Funktion bei der Bekämpfung von Erregern

Dass der Körper die Temperatur in bestimmten Situationen so stark herauftreibt, hat eine bestimmte Funktion: Bakterien und Viren fühlen sich bei 36 bis 37 Grad besonders wohl. Durch die Erhöhung der Körpertemperatur versucht der Körper, diese Erreger regelrecht totzukochen. Denn bei Temperaturen über 40 Grad denaturieren die Proteine und Enzyme, aus denen die Erreger bestehen.

Eine Temperaturerhöhung bzw. Fieber deutet somit darauf hin, dass wir uns einen Infekt eingefangen haben, gegen den der Körper nun ankämpft. Dies kann z.B. eine Erkältung oder eine Grippe sein oder eine Nierenbeckenentzündung. Als weitere Ursache für Fieber kommt aber auch eine schwere Erkrankung in Frage, etwa ein bösartiger Tumor oder eine entzündliche Autoimmunerkrankung.

Leider kommt Fieber meist selten allein. Meist treten typische Begleiterscheinungen auf wie Müdigkeit, erhöhte Puls- und Atemfrequenz, Muskel- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, ein gesteigertes Durstgefühl und Schüttelfrost. Dies ist ein Grund mehr, das Fieber in Grenzen zu halten, ohne es gänzlich zu unterdrücken, damit es weiterhin seine Funktion ausüben kann.

Bei Fragen zu Fieber und Fiebermedikamenten, zu Fieberthermometern und deren Funktion oder zur exakten Messung von Fieber auch bei Kindern beraten wir in der Bärenapotheke Sie gerne weiter. Unabhängig davon sollten Sie aber in jedem Fall auch die Ursache abklären lassen.

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