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Fieberblasen

Wenn insbesondere am Mund kleine juckende Bläschen auftreten, werden diese häufig als Fieberblasen bezeichnet. Tatsächlich sind diese Bläschen aber keine Fieberreaktion, sondern eine Viruserkrankung, die dringend behandelt werden sollte. Da die Fieberblasen hochansteckend sind, sollten Betroffene auch an den Schutz ihrer Angehörigen und anderen Kontaktpersonen denken.

Typisch für die Fieberblasen ist, dass sie vorwiegend im Mundbereich auftreten, seltener auch im Genitalbereich (Herpes genitalis). Sie treten in kleinen Scharen auf, jucken, sind meist mit Flüssigkeit gefüllt, brechen später auf und vertrocknen oder verkrusten. Vor dem eigentlichen Auftreten der Bläschen empfindet der Patient ein Spannen, Kribbeln und Jucken der Haut. Nach etwa zwei Wochen ist der Spuk wieder zu Ende.

Lippenherpes ist hochansteckend!

Die tieferliegende Ursache für diese Fieberblasen ist eine frühere Ansteckung mit dem Herpes-simplex-Virus. Dabei werden zwei Formen unterschieden: Herpes simplex Typ 1 und Typ 2, die wiederum eine der vielen Formen der Hepatitisviren sind. Bei den Fieberblasen ist meist Typ 1 verantwortlich. Betroffene tragen den Virus lebenslang in ihrem Körper, aber nicht jeder entwickelt auch einen Lippenherpes oder Herpes labialis, wie die Fieberblasen am Mund korrekt heißen. Als einer der häufigsten Auslöser gilt Stress. Aber auch UV-Licht und hormonelle Veränderungen können das Virus aktivieren.

Da das Virus hochansteckend ist und durch Kontakt übertragen wird, sollten zum Schutz anderer in der Zeit eines Krankheitsausbruchs einige Hygienemaßnahmen beachtet werden. Die Fieberblasen sollten möglichst nicht angefasst und schon gar nicht aufgekratzt werden. Küssen und Oralverkehr sollten in der kritischen Zeit tabu sein, auch das gemeinsame Verwenden von Ess- und Trinkgeschirr oder von Zahnbürsten, Lippenstift etc. sollte vermieden werden. Regelmäßiges Händewaschen dient ebenfalls dem eigenen Schutz und dem der Mitmenschen.

Die Behandlung der Fieberblasen erfolgt über spezielle Lippenherpes-Pflaster (Patches) oder über Cremen und Salben, zum Beispiel mit Wirkstoffen wie Zink, Rhabarber oder Salbei. Bei heftigen Scherzen kann auch ein Schmerzmittel verordnet werden.

Wenn Sie bei sich selbst oder einem Angehörigen Fieberblasen feststellen, helfen wir in der Bärenapotheke Ihnen gerne weiter mit Tipps und geeigneten Präparaten, etwa Fieberbläschen-Cremen oder Lippenherpespflastern. Wir informieren Sie auch gerne über Möglichkeiten und Maßnahmen zum Schutz Ihrer Angehörigen.