Go to Top

FSME

Ab Februar, wenn es draußen allmählich wieder wärmer wird, herrscht vor allem in Österreich und dem südlichen Deutschland wieder Zecken-Alarm. Damit einher geht auch die Gefahr der Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis, kurz FSME. Mit einigen Vorsichtsmaßnahmen können Sie das Risiko allerdings eingrenzen.

Die lästigen Zecken, auch Holzbock genannt, sind parasitäre, blutsaugende Milbentiere. Sie lauern an Gräsern, Blättern und Zweigen auf ihre Opfer. Nachdem sie von ihrem Warteplatz abgestreift wurden, beginnen sie zunächst eine Wanderung zu einer dunklen Körperstelle des Wirtes. Dort beißen sie sich in die Haut und beginnen ihre Blutmahlzeit, die bis zu zwei Wochen dauern kann. Danach lassen sie sich wieder abfallen. Doch egal, ob sie von selbst wieder abfallen oder entfernt werden: Von ihnen gehen zwei große Gefahren aus, nämlich die Borreliose und die FSME.

Typische Symptome einer FSME nach einem Zecken-Biss

Bei der FSME handelt es sich um eine Viruserkrankung. Zunächst machen sich Grippe-ähnliche Symptome bemerkbar wie Kopf- und Gliederschmerzen, Schlappheit, und Fieber. Nach vier bis sechs Tagen verstärken sich die Kopfschmerzen, und es zeigen sich Symptome einer Gehirnhautentzündung, nämlich Nackensteife und Empfindlichkeit gegenüber Licht. Im weiteren Verlauf kann es dann auch zu einer Entzündung des Gehirns, des Herzmuskels und der Leber kommen. Bei etwa 1-2 Prozent dieser Patienten führt dies zum Tod, etwa 3-11 Prozent haben nach der langwierigen Gesundungsphase erhebliche bleibende Folgeschäden, etwa Lähmungen der Arme und Beine, Gleichgewichtsstörungen, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen.

All dies sind Gründe genug, rechtzeitig vorzusorgen. Wichtig ist deshalb, dass Sie sich vor einem Aufenthalt im Freien, insbesondere in den gefährdeten Regionen, zumindest mit einer langen Hose bekleiden. Dieser Schutz ist allerdings nur minimal, da die Zecken krabbeln, bis sie eine geeignete „Zapfstelle“ gefunden haben. Wesentlich wirksamer sind dagegen sogenannte Repellents, die Sie bei uns in der Bärenapotheke erhalten. Dabei handelt es sich um spezielle Duftstoffe, die gegen die Zecken wie eine Tarnkappe wirken. Ganz besonders zu empfehlen ist allerdings eine FSME-Schutzimpfung („Zeckenimpfung“). Die Impfung erfolgt in drei Phasen. Nach der Grundimmunisierung erfolgt die zweite Teilimpfung nach einem Monat, die zweite dann nach 12 Monaten. Die erste Auffrischung wird nach drei Jahren erforderlich, danach erfolgen die Auffrischungen im 5-Jahres-Rhythmus.

Fragen Sie uns in der Bärenapotheke auch nach Maßnahmen beim Zeckenbiss. Wir erklären Ihnen gerne den Umgang mit einer Zeckenzange oder Zeckenkarte.