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Heiserkeit

Die sprichwörtliche Reibeisenstimme mancher Rocksängerinnen und -sänger wirkt sicherlich auf viele Fans beeindruckend. Doch eine eigene Heiserkeit ist eher weniger angenehm. Die Bärenapotheke geht dem Phänomen nach und zeigt Ihnen Gründe für eine Heiserkeit sowie Möglichkeiten der Behandlung.

Eine Heiserkeit tritt häufig als Begleiterscheinung eines Schnupfens oder einer Erkältung auf. Dann klingt sie auch entsprechend schnell wieder ab.

Sie kann aber auch andere Gründe haben. Einige Ursachen sind relativ harmlos, andere dagegen gravierend. So kann der Besuch eines Sportereignisses oder eines Konzerts schnell die Stimmbänder strapazieren, nämlich wenn Sie laut schreien oder mitsingen oder grölen. Auch trockene Luft und bevorzugte Mundatmung kann dazu führen, dass der Mundraum austrocknet und die Stimme dann heiser klingt.

Ein anderes Problem sind Stoffe, die die Stimmbänder, Stimmlippen und den Kehlkopf dauerhaft angreifen. Dazu gehören Zigarettenrauch, Umweltgifte in der Luft (CO2, Ammoniak, Salzsäure) sowie extrem kalte, scharfe oder saure Speisen und Getränke. In diesem Zusammenhang ist auch die Information wichtig, dass Kohlensäure in Getränken eben auch Säure ist. Als „bewährtes Rezept“ für eine Reibeisenstimme gilt unter Musikern übrigens die Kombination aus „viel Rauchen und Whisky trinken“. Einige berühmte Beispiele scheinen diese These auch zu belegen.

Eine weitere Ursache von Heiserkeit sind ernstere Erkrankungen der Stimmbänder als die bereits erwähnte kurzfristige Entzündung. Vor allem, wenn die Heiserkeit länger als 2 Wochen andauert und Sie starke Schmerzen oder gar Atemnot verspüren, sollten Sie umgehend Ihren Arzt aufsuchen, um die Gründe abzuklären.

Doch wie sieht es nun mit der Behandlung aus? Bei einer vorübergehenden Heiserkeit, etwa infolge einer Erkältung oder eines Konzertbesuchs, hilft es, die Stimmbänder feucht zu halten und zu schonen, das heißt wenig zu sprechen. Allerdings sollten Sie normal sprechen und nicht flüstern, da das Flüstern die Stimmbänder weiter angreift. Warme Tees und feuchte Umgebungsluft wirken sich ebenfalls positiv aus. Bei einer infektiös bedingten Heiserkeit werden zur Behandlung Antibiotika eingesetzt.

Bei gravierenderen Schädigungen der Stimmbänder, etwa durch Rauchen, hilft eine Raucherentwöhnung, Schlimmeres zu vermeiden und eine Regeneration der beanspruchten Stimmbänder anzukurbeln. Zusätzlich kann eine Stimmtherapie erfolgen.

Sofern ernsthafte medizinische Gründe für eine Heiserkeit vorliegen, wird Ihr Hals-Nasen-Ohrenarzt möglicherweise den Kehlkopf untersuchen. Gegebenenfalls wird er auch eine Operation empfehlen.

Wenn Sie eine Heiserkeit verspüren, fragen Sie uns in der Bärenapotheke gerne nach geeigneten Präparaten, etwa Lutschpastillen oder Mitteln zum Gurgeln. Wenn Sie beruflich bedingt viel sprechen müssen, geben wir Ihnen auch gerne Tipps, wie Sie Ihre Stimme schonender einsetzen können.