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Helicobacter pylori

Für Magenprobleme werden meist unverträgliche Nahrung oder eine Entzündung der Magenschleimhaut verantwortlich gemacht. Nicht selten werden die Unpässlichkeiten und Schmerzen aber durch einen ganz anderen Übeltäter ausgelöst, nämlich das Bakterium Helicobacter pylori. Die Bärenapotheke erklärt, was es damit auf sich hat und warum Sie diesem Übeltäter Paroli bieten sollten.

Der Magen ist eines der wichtigsten Organe im Rahmen der Verdauung: Alles, was wir über den Mund aufnehmen, gelangt über die Speiseröhre in den Magen, wo es zunächst einmal vorverdaut und für die weitere Verwertung durch den Körper vorbereitet wird. Eine große Rolle spielen dabei die Verdauungssäfte, zu denen auch die Gallensäfte gehören. Diese Säfte sind sehr sauer und helfen bei der Zersetzung der Nahrung. Damit der Magen selbst nicht von diesen Säuren angegriffen wird, ist er innen mit einer Magenschleimhaut ausgekleidet. Wird diese Magenschleimhaut beschädigt, kommt es zu Entzündungen und in der Folge zu den typischen Gastritis-Beschwerden.

Die Magensäure erfüllt aber noch einen anderen Zweck: Sie zerstört viele der Bakterien, die mit der Nahrung in den Körper gelangen. Eine besondere Ausnahme bildet hier allerdings das Bakterium Helicobacter pylori. Dieses Bakterium hat im Laufe der Evolution nämlich einen geradezu intelligenten Mechanismus entwickelt, um sich selbst gegen die Magensäure zu schützen: Es heftet sich an die Magenschleimhautzellen an, wo ein weniger saures, nämlich ein nahezu neutrales Milieu herrscht. Dort kann es dann jahrzehntelang im Dämmerzustand verbringen.

Bei vielen Betroffenen passiert dadurch sozusagen nichts. Bei anderen treten dagegen massive Beschwerden auf. Typische Magenprobleme durch Helicobacter pylori sind die Gastritis-bedingten Symptome infolge der angegriffenen Magenschleimhaut, nämlich brennende Oberbauchschmerzen, Völlegefühl, Aufstoßen, Übelkeit und Brechreiz. Bei einem Magengeschwür verstärken sich die Beschwerden infolge Nahrungsaufnahme, und während der Nacht kommt es zu Schmerzen. Wenn die Helicobacter-pylori-Infektion gar zu einem Zwölffingerdarm-Geschwür führt, zeigt sich ein typischer Nüchternschmerz, der sich durch eine Aufnahme von Nahrung bessert.

Das Bakterium wird oral übertragen, also etwa von der Mutter auf das Kind oder beim Küssen. Auch niedrige Hygienestandards können die Übertragung begünstigen.

Bei einem Verdacht auf Helicobacter pylori wird i.d.R. eine Magenspiegelung angeordnet, verbunden mit einer Gewebeentnahme. Auch ein Stuhltest, eine Blutuntersuchung oder ein Atemtest können das Bakterium nachweisen.

Ziel der Therapie ist eine komplette Entfernung des Helicobacter pylori

Wichtig ist dann eine schnelle Behandlung, bei der standardmäßig Antibiotika mit einem Magensäurehemmer kombiniert werden. Ziel ist die komplette Ausmerzung des Bakteriums. Sollten bereits Folgeerkrankungen wie Magen- oder Zwölffingerdarm-Geschwür aufgetreten sein, erfolgt eine entsprechende Behandlung.

Wenn Sie weitere Fragen zum Helicobacter pylori im Speziellen haben oder Magenprobleme verspüren, beraten wir in der Bärenapotheke Sie gerne weiter und empfehlen Ihnen auch natürliche Präparate zum Schutz der Magenschleimhaut. Möglicherweise ist es auch sinnvoll, die Nahrung zu überdenken und bestimmte Nahrungsmittel wie scharfe Gewürze oder Süßigkeiten zumindest zu reduzieren.

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