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Hepatitis

Bei Lebererkrankungen denken viele an die Folgen von Alkoholmissbrauch. Weitaus häufiger sind dagegen die Erkrankungen, die unter dem Begriff Hepatitis zusammengefasst werden. Nicht alle Arten sind heilbar. Für die meisten Arten gibt es jedoch einen wirkungsvollen Schutz.

Hepatitis-Erkrankungen werden oft als unangenehmes Urlaubs-Mitbringsel betrachtet. Tatsächlich kann eine Entzündung der Leber aber viele Ursachen haben. Im Hinblick auf die verschiedenen Virenstämme werden derzeit fünf solcher Hepatitis-Arten unterschieden, die zunächst einmal alphabetisch von A bis E bezeichnet werden. Hepatitis E ist tatsächlich ein Reisemitbringsel oder tritt sporadisch auf, wobei die Quellen unbekannt sind. Hepatitis D wird ebenfalls nur gelegentlich und in der Regel gemeinsam mit Hepatitis B diagnostiziert. Die Arten A, B und C sind dagegen die häufigsten.

So unterscheiden sich die Hepatitis-Arten A, B und C

Bei der hochansteckenden Hepatitis A handelt es sich um diejenige Form, die zumeist auch aus dem Urlaub mitgebracht wird, vor allem aus Ländern mit niedrigen hygienischen Standards. Allerdings kann man sich ohne entsprechenden Schutz grundsätzlich in jedem Land damit anstecken. Die Infektion erfolgt zumeist über Schmierinfektion und verunreinigte Lebensmittel, die ersten Anzeichen sind Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit und Fieber. In der Folge kommt es zur typischen Gelbverfärbung von Haut und Augen (sogenannter Ikterus), braunem Urin und hellem Stuhl. Die Behandlung erfolgt zumeist symptomatisch. Die Erkrankung heilt von selbst aus, danach ist der Patient nahezu immun gegen eine weitere Hepatitis-A-Erkrankung.

Hepatitis B ist ebenfalls hochinfektiös und wird vor allem über Körpersekrete übertragen. Im schlimmsten Fall kann die Übertragung auch bei der Geburt erfolgen von der Mutter auf das Kind. Die Symptome sind ähnlich wie bei der A-Form, die Behandlung erfolgt ebenfalls symptomatisch. Diese Hepatitis heilt meist von selbst aus. Bei einigen Patienten kommt es aber zu einem chronischen Verlauf mit Leberschädigungen (Zirrhose) oder gar Leberkrebs.

Hepatitis C wird fast ausschließlich über Blut übertragen. Während die Übertragung über Blutkonserven nahezu ausgeschlossen ist und hier ausreichend Schutz besteht, bleibt ein Risiko beim Kontakt mit Blut im Rahmen von Verletzungen oder bei der gemeinsamen Nutzung kontaminierter Injektionsnadeln. Diese Form der Hepatitis ist besonders tückisch, da sie lange Zeit unbemerkt bleibt. Wird sie dann im fortgeschrittenen Stadium entdeckt, liegen meist bereits irreparable Schädigungen der Leber vor.

Neben den entsprechenden Hygienemaßnahmen bei allen Arten gibt es gegen Hepatitis A, B und D die Möglichkeit zum Schutz durch eine entsprechende Impfung. Eine Impfung gegen die C-Form ist derzeit nicht möglich, ein Impfstoff gegen die E-Form ist zurzeit nur in wenigen Ländern zugelassen.

Insbesondere vor einer Reise ins Ausland oder bei kritischen berufen, etwa im medizinischen Bereich, sollten Sie deshalb unbedingt Ihren Impfschutz gegen Hepatitis kontrollieren. Wir in der Bärenapotheke beraten Sie auch gerne vor einer geplanten Reise in ein Risikoland, gegen welche Hepatitis-Arten Sie sich schützen sollten.