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Kalzium

Dass wir für unseren Körper auch Kalzium benötigen, lernten zumindest früher kleine Kinder bereits mit dem täglichen Glas Milch. Doch wieviel von dem Mineralstoff benötigen wir wirklich, was passiert bei einem Mangel, und wie können wir Kalzium mit der Nahrung zuführen? Antworten auf diese Fragen gibt die Bärenapotheke.

Ähnlich wie viele andere Stoffe gehört der Mineralstoff Kalzium zu den essenziellen Mineralstoffen. Das bedeutet, dass der Körper den Stoff nicht selbst herstellen kann und dass wir ihn deshalb mit der Nahrung aufnehmen müssen. Geeignet sind dazu Milchprodukte wie Milch, Joghurt und Käse, und zwar sowohl Hartkäse (Gouda, Emmentaler, Parmesan) als auch Weichkäse (Camembert, Brie, Mozzarella). Der Fettgehalt der Produkte spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Weitere Kalziumlieferanten sind Gemüsesorten wie Grünkohl, Brokkoli und Fenchel, des Weiteren Sesam, Mohn, Haselnüsse und Mandeln. Auch Mineralwässer mit einem Kalziumgehalt von über 150 mg pro Liter eigenen sich, den Kalziumbedarf zu decken.

Der jeweilige Bedarf hängt dabei von unterschiedlichen Faktoren ab. Jugendliche und Erwachsene sollten täglich etwa 1.000–1.200 mg Kalzium zu sich nehmen. Die Aufnahmerate liegt allerdings bei weniger als einem Drittel. Bei Säuglingen und Kindern im Wachstum werden dagegen etwa 60 Prozent resorbiert, da deren Körper das Kalzium für den Knochenaufbau benötigt. Auch in der Schwangerschaft wird mehr Kalzium aufgenommen.

Kalzium-Mangel ist nicht nur für ältere Menschen riskant

Kalzium dient in erster Linie zur Mineralisierung der Knochen und Zähne. Dementsprechend führt ein Mangel an Kalzium dazu, dass die Knochen brüchig werden. Insbesondere bei älteren Menschen stellt die Osteoporose ein ernstzunehmendes Problem dar.

Eine weitere Funktion hat Kalzium im Hinblick auf die Zellen: Hier ist es beteiligt an der Muskelkontraktion und an der Signal- und Reizübertragung, der Blutgerinnung, verschiedenen Zellfunktionen sowie an der Aktivierung von Hormonen und Enzymen. Auch hier wirkt sich ein Kalziummangel entsprechend störend auf diese Prozesse aus.

Kalziummangel ist allerdings nicht nur ein Problem des Alters. Auch verschiedene Medikamente wie Epilepsie-Medikamente sowie Glucocorticoide sind wahre Kalziumräuber. Daneben führen auch Kaffee, Alkohol, phosphathaltige Getränke und Kochsalz zu einer vermehrten Kalziumausscheidung.

Bevor Sie jedoch eigenständig auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen, um einen Mangel an Kalzium auszugleichen, sollten Sie dies mit Ihrem Arzt besprechen, insbesondere wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden oder Antibiotika oder Eisenpräparate einnehmen.

Wir in der Bärenapotheke beraten Sie gerne bezüglich geeigneter Kalziumpräparate und geben Ihnen auch gerne Tipps, wie Sie über die Nahrung einem Mangel an diesem wichtigen Mineralstoff vorbeugen können.

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