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Lunge

„Ich atme ein, ich atme aus“ – so oder ähnlich beginnen viele Entspannungsübungen. Umgekehrt resultieren viele Spannungszustände aus falscher Atmung. Bei all dem spielt besonders ein Organ eine wesentliche Rolle, nämlich die Lunge. Doch sie ist mehr als nur eine Luftmaschine. Die Bärenapotheke stellt dieses lebenswichtige Organ kurz vor.

Vielen Menschen ist kaum bewusst, dass bei der Atmung die Lunge als Organ mitwirkt. Das Atmen ist ein reflexmäßig ablaufender Prozess, und solange man Luft bekommt und es keine Probleme mit der Lunge gibt, gerät sie aus dem Blickfeld.

Die Lunge ist anatomisch gesehen wie ein auf dem Kopf stehender Baum aufgebaut: Von der recht dicken Luftröhre als Stamm zweigt nach rechts und links je ein Lungenflügel ab. Jeder Lungenflügel verästelt sich weiter in die Bronchien und die noch feineren Ästchen, an deren Enden die Lungenbläschen (Alveolen) sitzen. In diesen findet der eigentliche Gastaustausch statt: Der Sauerstoff aus der eingeatmeten Luft wird ins Blut transportiert, der Stickstoff aus dem verbrauchten Blut wird beim Ausatmen mit der Luft auf dem Körper befördert. Dies erklärt auch, warum eine tiefe Atmung besser ist als ein flaches Atmen. Daneben dient die Lunge auch als Filter für Fremdstoffe. Dazu gehören beispielsweise die berüchtigten Asbestfasern, aber auch Feinstaubpartikel.

 

Viele Probleme können die Atmung beeinträchtigen

Dabei gibt es aber auch viele Probleme, die der Lunge zu schaffen machen und damit die Atmung beeinträchtigen können. Neben dem aktiven und auch passiven Rauchen gehören dazu auch Umweltbelastungen durch Feinstaub und Pollen, aber auch Erkrankungen wie Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Tuberkulose, Lungenentzündung und Bronchitis sowie Lungenödeme, etwa in Folge eines Herzleidens.

Viele dieser Gefahren lassen sich recht einfach vermeiden, etwa durch Nichtrauchen, Vermeiden von Passivrauchen und Schutz vor Feinstaubbelastung. Infekte sollten ärztlich behandelt und auskuriert werden, gegen Erkrankungen wie Tuberkulose gibt es Impfungen. Viel Bewegung an der frischen Luft trainiert die Atemmuskulatur, fördert die Durchblutung und stärkt den Kreislauf. Bei Atemproblemen können durch Lungenfunktionstests erste Anzeichen einer Erkrankung entdeckt werden. Nicht zuletzt fördert auch gesunde Ernährung, insbesondere mit Omega-3-reichen Nahrungsmitteln wie Fisch indirekt die Lungenfunktion. Entspannungstechniken und Yoga, Chi Gong oder Tai Chi helfen zudem, die Atmung bewusster zu erfahren und zu verbessern. Auch ein Atemtherapeut kann Ihnen helfen, dass Sie wieder lernen, richtig und tief durchzuatmen.

Wenn Sie weitere Fragen haben zum Thema Lunge und Atmung und wie Sie dem Organ etwas Gutes tun können, fragen Sie uns in der Bärenapotheke. Wir zeigen Ihnen gerne, wie Sie Ihre Atmung im Alltag verbessern können und worauf Sie auch im Hinblick auf die Lunge achten sollten, wenn sich beispielsweise ein erster Husten oder eine Erkältung bemerkbar macht.

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