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Masern & Röteln

Masern und Röteln gelten dank vorhandener Impfstoffe in der heutigen Zeit eigentlich als nahezu ausgerottet. Zunehmende Impfmüdigkeit in der Bevölkerung führt aber immer wieder zu Meldungen in den Medien über entsprechende Erkrankungen mit teils dramatischen Folgen, etwa Dauerschädigungen des Gehirns oder gar Tod der kleinen Patienten. Im folgenden Beitrag möchten wir in der Bärenapotheke Sie deshalb kurz über die Symptome, Ursachen und Behandlung der beiden Krankheiten informieren.

Masern und Röteln werden meist als Kinderkrankheiten bezeichnet, da sie häufig in diesem Lebensalter auftreten. Die beiden Virenerkrankungen können aber auch bei Erwachsenen auftreten, wobei die Symptome oft erheblich schlimmer sind. Die Gemeinsamkeit der beiden Krankheiten ist ein Hautausschlag in Form von roten Flecken.

Rote Flecken sorgen für Verwechslungsgefahr

Masern werden durch den Masern-Virus ausgelöst. Etwa 8 bis 12 Tage nach der Infektion machen sich Fieber, Schnupfen und Halsbeschwerden bemerkbar. Die Augen sind verschwollen und gerötet, es treten zunächst Kalkspritzer-artige Flecken an der Mundschleimhaut auf (in Wangenhöhe, gegenüber den Backenzähnen). Nach einer kurzzeitigen Besserung steigt das Fieber weiter an, und es zeigt sich der typische Hautausschlag mit den roten Flecken hinter den Ohren und im Gesicht. Hinzu kommen geschwollene Lymphknoten und Mattigkeit. Die Symptome verschwinden nach 4 bis 7 Tagen wieder. In schweren Fällen kann es zu einer Hirnhautentzündung  mit bleibenden Hirnschäden oder sogar zum Tod kommen. Masern sind hochansteckend, die Ansteckung erfolgt über eine Tröpfcheninfektion. Für die Masern selbst gibt es keine Behandlung, sondern nur für die Begleitsymptome, etwa in Form von hustenstillenden oder fiebersenkenden Mitteln.

Röteln werden durch Rubella-Viren ausgelöst. Die Übertragung erfolgt über die Luft, die Inkubationszeit beträgt zwei bis drei Wochen. Die Symptome erscheinen einem Laien zunächst ähnlich: Auch hier treten rote Flecken auf, allerdings sind sie kleiner als bei den Masern. Außerdem breiten sie sich vom Gesicht aus über den ganzen Körper aus. Auch hier kommt es zu geschwollenen Lymphknoten, Kopfschmerzen, erhöhter Temperatur und einem leichten Schnupfen. Nach ein bis drei Tagen ist der Spuk wieder vorüber. Auch hier erfolgt lediglich eine Behandlung der begleitenden Symptome, etwa mit einer Lotion gegen den Juckreiz. Röteln sind für Kinder weniger gefährlich. Werdende Mütter sollten dagegen sofort ihren Arzt konsultieren, da die Röteln-Viren den Embryo schädigen können.

Damit es erst gar nicht zu einer Erkrankung mit Masern oder Röteln kommt, sollten Sie Ihr Kind frühzeitig impfen lassen. Der neu überarbeitete Impfplan des österreichischen Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen (BGMF) sieht diese Impfungen als Basis-Impfungen vor, so dass für den Patienten keine Kosten anfallen.

Wir in der Bärenapotheke beraten Sie gerne über die Möglichkeiten einer Impfung. Am besten bringen Sie dazu Ihren Impfpass mit. Wenn Sie mehr wissen möchten über die Symptome, Ursachen und Behandlung von Masern und Röteln, helfen wir Ihnen ebenfalls gerne weiter.