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Meningokokken

Meningokokken sind die Erreger der gefürchteten Meningokokken-Erkrankung, die bereits innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich werden kann. Wir in der Bärenapotheke möchten Sie deshalb kurz über das Auftreten und die Folgen dieser Erkrankung informieren, sowie über Möglichkeiten zum Schutz.

Die relativ harmlos klingende, medizinische Bezeichnung Meningokokken-Erkrankung steht für das, was im Volksmund als Hirnhautenzündung bekannt ist. Und spätestens jetzt sollten alle Alarmglocken klingen. Denn entscheidend ist hier nicht der Wortbestandteil „Entzündung“, sondern der Bereich, der von der Entzündung betroffen wird, nämlich die Gehirnhaut.

Diese Entzündung der Hirnhaut wird durch besondere Bakterien, eben die Meningokokken, ausgelöst. Meist tritt dabei eine eitrige Entzündung auf (Meningitis), in selteneren Fällen auch eine Blutvergiftung. Die Erkrankung ist relativ selten und kann vor allem in Wintermonaten auch lokal gehäuft auftreten. Dennoch sollte sie sehr ernst genommen und sofort ärztlich behandelt werden.

Meningokokken werden durch Tröpfen- und Schmierinfektion übertragen

Die Meningokokken sitzen im Nasen-Rachen-Raum des Menschen und können über eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen werden, das heißt beim Sprechen, Husten und Niesen oder bei Kontakt mit dem Nasensekret. Allerdings sind die Bakterien außerhalb des Körpers nur begrenzt lebensfähig. Die Übertragung muss also recht zeitnah und direkt erfolgen. Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Ansteckung und dem ersten Auftreten der Symptome beträgt etwa 3 bis 4 Tage.

Typische Symptome einer Hirnhautentzündung infolge einer Meningokokken-Erkrankung sind Kopfschmerzen, Fieber und Lichtempfindlichkeit, starke Benommenheit, Nackensteife und Brechreiz nach dem morgendlichen Aufstehen, in etwa 10 bis 20 Prozent der Fälle können auch Krampfanfälle auftreten. Bei Kleinstkindern sind die Symptome unter Umständen weniger deutlich erkennbar. Hier kann eine deutlich vorgewölbte Fontanelle, also der Spalten zwischen den beiden Schädelplatten an der Schädeldecke, als zusätzliches Indiz gedeutet werden.

Bereits beim ersten Auftreten der Symptome und dem Verdacht auf eine Meningokokken-Erkrankung sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen, da sonst schwerwiegende gesundheitliche Folgen drohen. Die Behandlung erfolgt in der Regel durch Antibiotika. Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr werden enge Kontaktpersonen gegebenenfalls ebenfalls mit Antibiotika behandelt. Ein Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergarten oder Schule ist zum Schutz der anderen nicht erlaubt.

Als vorbeugender Schutz sollten Kinder und Erwachsene sich impfen lassen. Das gilt besonders auch bei bestimmten Auslandsreisen. Falls Sie vorhaben, zu verreisen, beraten wir in der Bärenapotheke Sie gerne im Hinblick auf erforderlichen Impfschutz.