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Nasenbluten

Ein unabsichtlicher oder gar absichtlicher Schlag auf die Nase hat meist ein Nasenbluten zur Folge. Doch es gibt auch noch andere Ursachen. Davon hängt dann auch die weitere Behandlung ab. Grundsätzlich gilt es aber erst einmal, die Blutung zu stoppen. Die Bärenapotheke erklärt, wie es zu Nasenbluten kommt und wie Sie sich dabei verhalten sollten.

Nasenbluten bedeutet ganz einfach, dass Blut aus der Nase austritt. Dies kann spontan aus einem Nasenloch oder aus beiden Löchern erfolgen. Aber auch wenn das Nasensekret mit Blut durchmischt ist, handelt es sich streng genommen um ein Nasenbluten.

Die häufigsten Ursachen sind Verletzungen der Blutgefäße in der Nase, etwa durch den bereits eingangs erwähnten Schlag, ebenso durch zu heftiges Nasenbohren oder zu festes Schnäuzen. Daneben können auch klimatische Bedingungen wie zu trockene Umgebungsluft sowie Infektionen, Medikamente, Chemikalien und Drogen zu einem Nasenbluten führen. Manchmal sind dabei auch nur die feinen Blutgefäße der Nasenschleimhäute beteiligt.

Neben diesen häufigen Faktoren können aber auch schwerwiegendere Ursachen zugrunde liegen. Hierzu gehören Nasenbeinfraktur oder Schädelbasisbruch sowie besondere Erkrankungen wie Gefäßmissbildungen, Blutbildungs- oder Gerinnungsstörungen oder Tumoren in der Nasenhöhle.

Die früher häufig praktizierte Regel „Bei Nasenbluten den Kopf zurücklegen“ ist aus heutiger Sicht nicht mehr zeitgemäß. Es hat nicht nur die unangenehme Nebenwirkung, dass Blut in den Rachen fließt, was wiederum unangenehm schmeckt und Hustenreiz und sogar Angst erzeugen kann. Entscheidend ist vor allem, dass bei dieser Methode die Blutung langsamer stoppt.

Bei Nasenbluten den Kopf nach vorne beugen

Die empfohlene Behandlung besteht deshalb darin, dass der Betroffene sich zunächst aufrecht hinsetzt, um den Blutdruck zu vermindern, und den Kopf nach vorne beugt. Dann sollte er die Nasenflügel knapp unterhalb des Knochens für einige Zeit zusammendrücken. Am besten verwendet man dazu ein saugendes Tuch, z. B. eine Wundauflage oder ein Taschentuch.

Zusätzlich sorgt ein kaltes Tuch im Nacken dafür, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen, wodurch die Blutstillung unterstützt wird.

Wenn Sie als beobachtende oder helfende Person zugegen sind, beobachten Sie den Patienten und führen gegebenenfalls Erste-Hilfe-Maßnahmen durch. Wenn die Blutung sehr stark ist oder wenn sie länger als 10–15 Minuten anhält, sollten Sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Möglicherweise müssen dann nämlich sogar einzelne Gefäße verödet werden.

Gelegentliches Nasenbluten sollte keinen Anlass zur Sorge bereiten. Tritt das Nasenbluten jedoch häufiger und/oder verstärkt auf, möglicherweise auch ohne dass ein direkter Auslöser wie oben beschrieben erkennbar ist, sollten Sie dies medizinisch abklären lassen und eine weitere Behandlung angehen.

Wir in der Bärenapotheke informieren Sie gerne bei weiteren Fragen zu Ursachen und Behandlung von Nasenbluten und beraten Sie auch bezüglich geeigneter Hilfsmittel.

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