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Unsere Leber

Dass das Wort „Leber“ so ähnlich klingt wie „Leben“, kommt nicht von ungefähr. Schließlich vermuteten die antiken Mediziner dort den Sitz der Lebenssäfte. Diese Vermutung ist natürlich längst überholt. Lebenswichtige Funktionen hat die Leber aber auf jeden Fall. Meist bringt man sie in Verbindung mit Entgiftung und missbräuchlichen Genuss von Alkohol.

Die Leber befindet sich im rechten Oberbauch. Im gesunden Zustand wiegt sie etwa 1,7 kg – mehr als das Gehirn oder das Herz. Als zentrales Stoffwechselorgan filtriert die Drüse die Inhaltsstoffe  aus der Nahrung, so dass nur die „guten“ Stoffe ins Blut gelangen. Die schädlichen Substanzen, etwa Giftstoffe, Stoffwechselprodukte und Medikamente, werden zunächst in der Leber gespeichert und dann sukzessive ausgeschieden.

Außerdem dient die Leber als Speicherorgan für Zucker, Glukose und Fett. Zudem bildet sie lebenswichtige Eiweißstoffe, zum Beispiel für die Gerinnung des Blutes, und auch die Gallensäfte, die bei der Verdauung helfen. Sie ist das einzige Organ, das sich regenerieren kann – diese Fähigkeit wird bei der sogenannten Split-Transplantation genutzt.

Betreiben Sie aktive Leberpflege!

Damit die Leber diese vielfältigen Aufgaben auch zuverlässig bewältigen kann, sollte sie auch pfleglich behandelt werden. Dazu gehört, all das zu vermeiden, was sie schädigen kann. Einseitige Ernährung und Missbrauch von Alkohol können zu schlechten Leberwerten oder gar einer Fettleber und Leber-Zirrhose führen. Auch missbräuchliche Verwendung von Medikamenten oder durch chronische Erkrankungen erforderliche dauerhafte Einnahme von Medikamenten kann die Leber dauerhaft schädigen.

Daneben können auch Viren, allen voran die Hepatitis-Viren, die Leber stark angreifen und dauerhaft schädigen. Dem können Sie durch entsprechende Vorsorgemaßnahmen wie zum Beispiel einen ausreichenden Impfschutz entgegenwirken.

Das Thema Alkohol wird oft unterschätzt. Es ist zwar richtig, dass die Leber mit diesem Zellgift fertig werden kann, allerdings nur begrenzt. Bei Männern beträgt die Toleranzmenge etwa 50 g Alkohol pro Tag, entsprechend etwa einem Liter Bier, bei Frauen etwa die Hälfte davon. Die Alkoholmenge eines Drinks können Sie sehr einfach selbst berechnen mit der folgenden Formel: Trinkmenge in ml * Volumen-% / 100 * 0,8 ergibt die Alkoholmenge in Gramm. 4 cl (also 40 ml) Wodka mit 38 Vol-% entsprechen somit 12,16 g Alkohol. Unabhängig von den direkten Wirkungen des Alkohols auf die Leber sollten Sie auch beachten, dass Alkohol in Verbindung mit Medikamenten wie Schlaf- und Beruhigungsmitteln oder Antibiotika erhebliche Nebenwirkungen haben kann.

Zu den aktiven Pflegemaßnahmen für die Leber gehören auch Entgiftungskuren. Die Tibetische Medizin empfiehlt zur Entgiftung der Leber vor allem gerbstoff- bitter- und gerbstoffhaltige Pflanzen. In der Hildegard-Medizin wird zum Beispiel gelöschter Wein zur Anregung des Lymphsystems empfohlen.

Wenn Sie Fragen haben zur Entgiftung der Leber, empfehlen wir in der Bärenapotheke Ihnen gerne geeignete Präparate und Kuren. Auch bei Problemen mit Missbrauch von Alkohol bei Ihnen selbst oder einem Familienmitglied beraten wir Sie gerne diskret über Hilfsmöglichkeiten.